Promovierung zum Gesichtsverlust
OFFENER BRIEF AN DEN HERAUSGEBER DER JÜDISCHEN RUNDSCHAU, HERRN KORENZECHER
Herr Korenzecher,
Ihr Brief, der auf der offiziellen Facebook-Seite und in Ihrer Kolumne in der «Jüdischen Rundschau» zu einem weiteren «Tag des Sieges» des Gulag über Buchenwald veröffentlicht wurde, ruft ein akutes Gefühl hervor, das sich als eine Mischung aus Verwirrung, Fassungslosigkeit, kategorischer Ablehnung und tiefem Ekel beschreiben lässt — spanische Schande in ihrer ganzen Pracht.
Es macht keinen Sinn, zu raten, was Sie dazu gebracht hat, diesen moralisch hilflosen und praktisch nichtswürdigen Text auszuscheiden. Es ist völlig unvorstellbar, dass er von jemandem stammt, der in der westlichen humanistischen Tradition der Aufklärung aufgewachsen ist, für den die Freiheit der höchste Wert ist und die Ehre nicht verhandelbar ist. Wäre der Verfasser dieses Briefes ein ehemaliger UdSSR-Bürger gewesen, hätte die Sättigung des Textes mit den kruden Klischees der plumpen sowjetischen Propaganda weniger überrascht: Nur in einem von solcher Propaganda verkrüppelten Gehirn hätten die des Pinsels von Hieronymus Bosch würdigen Bilder von sich im ekstatischen Paroxysmus der Einigung verschmelzenden Hitler, Bandera, Melnik, OUN, der «Galizien»-Division, Hilfspolizei aus dem Abschaum des ukrainischen Volkes und Wehrmacht-HiWi entstehen können. Und die Russen, die Ukrainer gegen ihren Willen zwangen, mit den Hitler-Anhängern zu kämpfen, ist überhaupt eine historische Sensation von noch nie zuvor erreichtem Ausmaß! Das Erscheinen derartiger, wenn man will, kühner Entdeckungen auf den Seiten eines Medienunternehmens, das sich als Sprachrohr der deutsch-jüdischen Gemeinschaft ausgibt, ist ein in seiner beispiellosen Unverschämtheit empörender Akt des Verstoßes gegen alle Grundprinzipien der jüdischen Tradition der Menschlichkeit. Einfach ausgedrückt, ist es antiwissenschaftlicher Unsinn. Erinnern Sie mich bitte noch einmal, Herr Korenzecher, Doktor welcher Wissenschaften sind Sie?
Ebenso sinnlos ist, Ihnen einen Vortrag über die Geschichte der Ukraine zu halten, sei es die Ukraine als Teil des Großfürstentums Litauen, Ruthenien und Schemaitien, der Rzeczpospolita, des Russischen Kaiserreiches oder der UdSSR — wenn Sie auch nur das geringste Interesse an dieser Geschichte zeigen würden, könnten Sie so etwas einfach nicht schreiben. Der große Historiker Shimon Dubnow, der Klassiker und Schöpfer der wissenschaftlichen Geschichte des Judentums, wäre nach dem Lesen Ihres Werkes erneut gestorben — dieses Mal aus Scham. Der renommierte Holocaust-Forscher Timothy Snyder, Bestsellerautor von «Bloodlands: Europa zwischen Hitler und Stalin», wird Ihnen persönlich antworten — und Sie an einen Schandpfahl nageln. Das ist genau das, was die Geschichtsfälscher verdient haben, deren Kohorte Sie sich angeschlossen haben — oder besser gesagt, in die Sie mit Schwung hineingeschlittert sind.
Die Geschichte der Juden auf dem Gebiet der historischen Ukraine ist komplex und tragisch. Niemand hat vor, unter keinen Umständen, die Geschichte und das kollektive Gedächtnis von der Chmelnyzschyna und Kolijiwschtschyna, die Schrecken der Arakcheevshchyna und die bitteren Schicksale der jüdischen «Kantonisten»-Kinder, die vom russischen Imperialismus entführt, getötet, verstümmelt und ihres Judentums beraubt wurden, auszulöschen. Die Pogrome zu Beginn des letzten Jahrhunderts sind nicht vergessen. Was ist mit dem Livländischen Krieg Moskowiens, dessen Opfer Zehntausende von Einwohnern des GFL und Polens waren, darunter viele Juden? Und die Straffeldzüge von Suworow und Murawjow gegen die wiederholt rebellierenden Polen, deren Opfer neben den Polen auch die Juden waren? Wie soll mit ihnen umgegangen werden? Schließlich waren es nicht die Ukrainer, die diese Verbrechen organisierten und inspirierten, sondern das kaiserliche Russland. Und eines der letzten Verbrechen des imperialistischen Russlands — die Massendeportationen von Juden aus den Frontregionen während des Ersten Weltkriegs, begleitet von Raub, Mord und standrechtlichen Hinrichtungen, die Hunderttausenden von unschuldigen Menschen — Kindern, Frauen, Alten — das Leben kosteten? Niemand, der bei klarem Verstand ist, würde die Fakten der Kollaboration von Ukrainern mit den Nazis bei deren Bemühungen, das jüdische Volk vom Angesicht der Erde zu tilgen, leugnen. Wir erinnern uns aber auch daran, dass die Ukraine trotz aller Versuche der UdSSR, die jüdische Tragödie zu verschweigen und zu begraben, das Land mit der zweitgrößten Zahl an «Gerechten unter den Völkern» ist. Die Ukraine, das ukrainische Volk in seiner Gesamtheit, einheitlich, der Kollaboration zu bezichtigen, ohne ein Wort über die Russische Befreiungsarmee von General Wlassow zu verlieren, ist feinster Nazismus. Selbst wenn man davon ausgeht, dass ein Teil Ihrer Vorwürfe gegen die Ukrainer berechtigt ist (was nicht der Fall ist), sie jetzt auszusprechen ist so, als würden Sie zusehen, wie ein Mädchen brutal vergewaltigt wird, während Sie darüber sprechen, wie schlecht dessen Mutter Ihren Vater behandelt hat. Die jetzt lebenden Ukrainer — nicht nur die Frauen, Kinder und Alten, sondern auch die tapferen ukrainischen Soldaten, die den Aggressor an der Front schlagen — trifft keine Schuld mehr.
In der heutigen Ukraine gibt es keinen politischen Antisemitismus: Es ist unvorstellbar, dass ein antisemitisches Land mit überwältigender Mehrheit einen Mann zum Präsidenten wählt, der öffentlich stolz auf seine jüdische Abstammung ist. Die Gemunkel über den schrecklichen, kollektiven ukrainischen Antisemitismus, den Putin und seine Lakaien mit Vorliebe instrumentalisieren, auch in Europa, entbehren jeglicher Grundlage. Laut dem israelischen Außenministerium gab es im Jahr 2020 nach einigen Angaben — 49, nach anderen — 81 antisemitische Vorfälle in der Ukraine, während es in Deutschland 2.531 waren! Das ist nur ein kleines bisschen — etwa 120 Mal (pro Kopf) — mehr. Möchten Sie Putin einladen, Deutschland auf dieser Grundlage zu «entnazifizieren»?! Nein? Wieso eigentlich nicht?
Wo Antisemitismus tatsächlich existiert, wissen Sie ganz genau: Es ist der russische, nicht der ukrainische Außenminister, der öffentlich erklärt hat, Hitler habe «jüdisches Blut» gehabt, und die Juden buchstäblich beschuldigte, ihren eigenen Holocaust verursacht zu haben. Und nicht in Kiew, sondern in Moskau, der Hauptstadt der Russischen Föderation, gibt es einen so genannten «Haupttempel des Verteidigungsministeriums Russlands», der in khakifarbener Farbe (!) gestrichen ist, und auf dem Gelände des «Gedenkkomplexes», dessen Zentrum dieser «Tempel» ist, der wie aus einem Computerspiel der «Warhammer 40000»-Reihe in die Realität versetzt wurde, werden Hitlers persönliche Gegenstände wie «Sieges»-Reliquien aufbewahrt, wovon die russischen Beamten, ohne mit der Wimper zu zucken, wiederholt voller Stolz (!) berichteten. Und wenn in der Ukraine am Tag des Gedenkens an die Opfer des Zweiten Weltkriegs alle, Bürger und Beamte, wiederholen: «Nie wieder!», so wird in Moskau ein feierlicher Hexensabbat auf den Knochen von Dutzenden Millionen Menschen veranstaltet, wobei keuchend und spuckend geschrien wird: «Wir können’s wiederholen!!!». Nicht in Kiew, sondern in Moskau fahren «Trophäen»-Autos mit Schildern herum, auf denen steht «Auf Berlin um Deutsche Frauen zu holen!» Wollen Sie, Herr Korenzecher, die Russen nicht fragen, was genau sie wiederholen wollen, warum und wo genau? Die Frage ist jedoch rhetorisch: Genau jetzt sind die Russen dabei, Hitlers Verbrechen zu wiederholen, indem sie den Krieg gegen die Ukraine führen.

Ebenso widerlich sind Ihre Versuche, die gewaltige Arbeit des ukrainischen Botschafters in Deutschland, Andrij Melnyk, bei der Organisation von militärischer und humanitärer Hilfe für sein Heimatland als «Kriegstreiberei» darzustellen. Mit dieser Aussage stellen Sie sich offen auf die Seite derjenigen, die aus Angst vor der neo-sowjetischen Horde — Putins Russland — fordern, dass die Ukraine den Widerstand gegen den Aggressor aufgibt. Stellen Sie sich vor, wie Ihre Äußerungen gegenüber dem sowjetischen Botschafter in den Vereinigten Staaten im Jahr 1941 ausgesehen hätten. Ist Ihnen klar, dass man Sie der Kollaboration mit Hitler beschuldigt hätte? Ihre Beschimpfungen des ukrainischen Botschafters sind ein ekelhaftes Beispiel der Kollaboration mit einem Aggressor. Sie sollten dem mutigen ukrainischen Diplomaten dafür dankbar sein, dass er in seinen Reden die Feigheit und Duldsamkeit der deutschen politischen Klasse schonungslos entlarvt, die erst vor Kurzem in ihrer Mehrheit vor Putin liebedienerte, ihm erlaubte, Deutschland und Europa mit seinen Einflussagenten und Spionen zu überschwemmen, schamlos Putins schmutziges Geld in Form von Investitionen und Krediten annahm und die deutsche Wirtschaft an den Gashahn eines gefährlichen, unberechenbaren und aggressiven Regimes hängte, schon nachdem es selbst dem letzten Idiot offensichtlich wurde, wie gefährlich, unberechenbar und aggressiv das Kreml-Regime ist und wie achtlos sich dieses Regime gegenüber der Hoheit des Rechts in internationalen Beziehungen und gegenüber den eigenen Bürgern verhält. Offensichtlich empfinden Ihre Freunde aus der deutschen herrschenden Klasse die Worte von Andrij Melnyk als äußerst unangenehm. Jedoch können Ihre plumpen Versuche, diese Freunde zu beschützen, und das auch noch im Namen der in Deutschland lebenden Juden, nur Ablehnung hervorrufen: Das deutsche Volk und die Juden Deutschlands als integraler Bestandteil dieses Volkes haben ein Recht darauf zu wissen, wem sie ihre Zukunft und die Zukunft ihrer Kinder anvertraut haben. Das deutsche Volk und die Juden in Deutschland können Andrij Melnyk nur dankbar sein — hat er doch einen Prozess des Überdenkens der Aktivitäten des deutschen politischen Establishments eingeleitet, das bis zum Hals in einer demütigenden und beschämenden Kollaboration mit Putins menschenfeindlichem Regime steckt. Und jetzt, anstatt die Klappe zu halten und sich unermüdlich für den Sieg der Ukraine einzusetzen, besitzen diese Leute auch noch die Dreistigkeit, einen ukrainischen Diplomaten zurechtzuweisen. Ihr Einverständnis, sich an dieser, zweifellos zum Scheitern und einer neuen Portion Entlarvungen verurteilten, Hetze zu beteiligen, ist ein Paradebeispiel für Kollaborationismus. Das Gespenst des Judenrats steht hinter Ihrem Rücken, Herr Korenzecher!
Es ist unverständlich, warum Sie in Ihrem Text sich erlauben schmutzige Andeutungen über die Vereinigten Staaten zu machen, indem Sie diese der «Provokation» des von Putins Russland entfachten Krieges und des «Hegemonismus» beschuldigen. Diese Anschuldigungen sind nicht erst heute entstanden, und Sie verbreiten sie nicht ohne Grund. Es ist bekannt, um wessen «Auftrag» es sich handelt. Wie lächerlich und wertlos diese Anschuldigungen sind, liegt auf der Hand. Wenn Sie — und Ihre Freunde aus dem deutschen Establishment — diese «Übersee-Hegemonie» plötzlich so unerträglich finden, können Sie diese beenden. Es gibt nichts Einfacheres. Schaffen Sie sich eine innovative Wirtschaft, wie die USA. Bedecken Sie den gesamten Himmel mit Funk- und Navigationssatelliten, wie die USA. Bauen Sie Hollywood auf, werden Sie zum Trendsetter und zur Quelle für Filmnarrative und Massenkultur im Allgemeinen, wie die USA. Bauen Sie auf und bilden Sie eine Armee aus, die mindestens halb so fähig ist wie die der USA. Unmittelbar danach werden Sie aufhören, sich um die amerikanische Hegemonie zu sorgen. Können Sie das nicht? Dann, wie die geliebten «Partner» der Herren Scholz und Macron im Kreml, die auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit über Amerikas Bösartigkeit jammern, setzen Sie sich und reden Sie keinen Scheiß!
Es ist noch schwerer zu verstehen, wie Juden die Ukraine in diesem Krieg nicht unterstützen können — eindeutig, ohne «wenn» und «aber», denn wer könnte besser als Juden sehen, fühlen und verstehen: Putin will nicht nur einen Teil oder die ganze Ukraine besetzen. Putins Russland führt einen sehr realen Völkermord am ukrainischen Volk durch: Massenerschießungen im Schnellverfahren, Massendeportationen, Folter, Vergewaltigung von Kindern, Frauen, Männern — keine Erfindung der Propaganda, sondern eine entsetzliche Tatsache, Hunderte, Tausende von Tatsachen. Putins Ziel ist es, das ukrainische Volk vom Angesicht der Erde zu tilgen. Die russische Armee vernichtet Zivilisten in Städten und Dörfern und nimmt ukrainische Kulturstätten ins Visier — am Vorabend Ihrer Aussage zerstörten russische Kriegsverbrecher mit einem Raketenangriff das Museum des großen ukrainischen Philosophen und Aufklärers Gregorius Skoworoda, dessen 300-jähriges Jubiläum die Welt, laut UNESCO, im Dezember feiern wird. Die Handlungen Russlands wurden bereits von den Parlamenten einer Reihe von Ländern, darunter Kanada, als Genozid anerkannt, und es besteht kein Zweifel daran, dass die Anerkennung der Gräueltaten in der Ukraine als Genozid nur noch zunehmen wird. Russische Truppen und russische Kollaborateure stellen in den besetzten Gebieten sowjetische Ordnungssysteme, Denkmäler und Symbole wieder her — genau die Ordnungssysteme, unter denen die Juden kaum weniger gelitten haben als unter dem Hitlerismus. Noch kürzer gesagt, nur damit Sie endlich verstehen, was vor sich geht: Putins Schergen töten Ukrainer allein aus dem Grund, dass sie Ukrainer sind. Erinnert Sie das an nichts, Herr Korenzecher? Sollte es aber!
Dieser Krieg, Herr Korenzecher, hat nichts mit einem «Territorialkonflikt» zu tun, wie ihn diejenigen darzustellen versuchen, die danach träumen sich mit Putin schnellstmöglich wieder zu versöhnen und zu ihren schmutzigen Geschäften «business as usual» zurückzukehren. Dies ist ein Krieg der Zivilisation gegen Barbarei und Archaismus, welche nicht nur die Ukraine, sondern die ganze Welt in ihren höllischen Strudel ziehen wollen. Umso überraschender ist es, dass eine Person mit einer solchen Bildung und einem solchen kulturellen Hintergrund wie Sie, es nicht versteht. Oder verstehen Sie es, geben aber vor, als wäre dem nicht so?
Wir, Juden, die wir selbst im Laufe unserer Geschichte immer wieder Versuche überlebt haben, unser Volk mitsamt seiner einzigartigen Kultur zu vernichten, sind als Erste und am schärfsten verpflichtet, zu erkennen, was vor sich geht, und Alles zu tun, um den Verbrecher Putin zu stoppen. Wenn Sie — oder irgendjemand sonst — Zweifel daran haben, was jetzt geschieht, können Sie den Programmtext lesen, in dem die Ziele des von Russland gegen die Ukraine entfesselten Krieges offen verkündet werden.
Putin stellte sich sogar in den kleinsten Details schlimmer als Hitler heraus: Als dieser den Krieg gegen die UdSSR begann, ermächtigte er den deutschen Botschafter in der UdSSR, Graf von der Schulenburg, wenige Stunden vor dem Überschreiten der sowjetischen Grenze, der sowjetischen Regierung eine Erklärung zu übermitteln — eine de facto Kriegserklärung. Putin, als er die Ukraine angriff, nannte seinen Angriff eine «Spezial-Militäroperation» und übertraf damit seinen Vorläufer an Heimtücke. Die tiefen Pro-Hitler-Sympathien der direkten Erben der sowjetischen Tschekisten sind in Russland nur einem Faulpelz unbekannt. Nicht umsonst werden einige von Hitlers sterblichen Überresten in den Archiven des FSB ehrfürchtig aufbewahrt.
Im Gegensatz zu Ihnen, Herr Korenzecher, und im Gegensatz zu Frau Schwarzer und ihren Mitläufern in Gestalt der «besten Menschen» Deutschlands, die vor Putin die weiße Fahne schwenken und von der Ukraine fordern das Gleiche zu tun, «um das Blutvergießen zu stoppen», verstehen die normalen Menschen auf der ganzen Welt sehr gut: Der einzige Weg das Blutvergießen zu stoppen, besteht darin, Putins Russland auf dem Schlachtfeld eine vernichtende Niederlage zuzufügen. Das ist genau das, was Juden — als Bürger der Ukraine und Auswanderer aus derselben — heute tun: Schulter an Schulter mit Ukrainern aller ethnischen Gruppen für ihre Freiheit und die Freiheit der Ukraine kämpfen, ja, auch für ihre und meine Freiheit! Indem Sie von den Ukrainern die Kapitulation verlangen, fügen Sie nicht nur der Ukraine irreparablen Schaden zu. Indem Sie den Ukrainern das Recht absprechen, ihr Land, ihre Kultur und ihre Sprache zu verteidigen, ähneln Sie sich Frau Schwarzer und ihren Gesinnungsgenossen an, die von der Zerstörung Israels träumen. Damit diskreditieren Sie auch die große Idee des Befreiungskampfes des jüdischen Volkes zur Errichtung eines nationalen Herdes in seiner historischen Heimat. So und nicht anders sieht echter Antisemitismus aus, Herr Korenzecher!
Der Krieg von Putins Russland gegen die Ukraine ist schon heute der am genauesten dokumentierte Krieg in der Geschichte der Menschheit. Hunderte von Korrespondenten, sowohl unabhängige als auch von den Medien akkreditierte, arbeiten in der Ukraine, filmen und zeichnen unzählige Zeugnisse der Kriegsverbrechen von Putins Armee auf und bringen jedem, der den Mut hat, sie zu akzeptieren, die unwiderlegbare Wahrheit über diesen Krieg. Offensichtlich, Herr Korenzecher, mangelt es Ihnen an solchem Mut.
Verachtungsvoll,
Vadim Davidov
Autorisierte Übersetzung auf Deutsch: Nick Grinspun